Lee ist eine Denim Marke, mit der ihr rechnen müsst. Angefangen hat alles mit den typischen Denim Overalls, die die Arbeiter zu Anfang der 10er Jahre getragen haben. Die Neuheit damals war der Reißverschluss, der Lee maßgeblich zum Erfolg gebracht hat.

Doch auch das Design war ausschlaggebend für die Anerkennung in der Branche. Danach folgten eine Jeansjacken namens Loco Jacket, die das Label wieder berühmt machte. Mit dem kleinen Freund Buddy Lee gab es die erste Werbeanzeige, die sehr erfolgreich lief und anschließend gab es Jeanshosen über Jeanshosen.

Bis heute hat Lee einen großen Erfolg und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Sie haben sich auf Damen- und Herrenjeans spezialisiert, führen aber auch Oberbekleidung jeglicher Art. der Stil ist traditionell, mit Cowboy- Einflüssen und coolen Styles.

Noch heute wird das bekannteste Modell, die Lee 101 Z, im Premium Segment auf den Markt gebracht. Doch wie ist eigentlich die Erfolgsstory von Lee? Womit hat alles angefangen und wie ging es dann weiter? Welchen Stil hat das Label ganz genau und dieser auf der ganzen Welt gleich? Das und vieles mehr verraten wir euch heute! Vorhang auf für das Denim Label Lee!

Wie ist die Geschichte von Lee Jeans?

Die Geschichte von Lee Jeans ist eine lange und eine anfangs sehr traditionelle. Gegründet wurde die H.D. Lee Mercantile Company 1889 von Henry David Lee in Salina, Kansas, USA. Der Kolonialwarenhändler hatte Ahnung von Qualität und so setzte er von Anfang auch bei seinem Label Lee auf Qualität. Die importierte Baumwolle wies für ihn eine zu schlechte Qualität auf und so entschied er sich kurzerhand dazu, nur Baumwolle zu benutzen, die in den USA hergestellt wurde.

1911 kam es dann zum großen Durchbruch für das Denim Label. In diesem Jahr entwickelte die H.D. Lee Mercantile Company den ersten Overall. Er wurde aus hochwertigem Denim hergestellt, der robust war und lange hielt.

Das Design gibt es bis heute und so war der erste Lee Overall stilgebend für alle nachfolgenden Modelle. Neu war hierbei auch, dass erstmals ein Reißverschluss verwendet wurde, um den Overall aus Jeans zu schließen.

Ebenfalls als erste Workwear Firma startete Lee 1917 eine nationale Werbekampagne in der Saturday Evening Post, um auf ihr tolles Produkt, den Lee Overall, aufmerksam zu machen. Allerdings kam der wirkliche Durchbruch erst 1920, als das Maskottchen Buddy Lee ins Leben gerufen wurde.

lee buddy buddies jeans

Im Rahmen einer Mini- Overall- Kampagne erschien die süße Puppe mit Overall. In den Schaufenstern vieler Läden wurde sie platziert, sodass sich jeder fragte, was es wohl mit ihr auf sich hatte. Die Lee Overalls kamen so schnell ins Gespräch. Noch heute sind die Lee Buddies beliebte Sammlerstücke, da sie sehr selten sind. Es gibt sogar ein japanisches Remake, da die Japaner das Potential des süßen Buddys für sich entdeckt haben.

1921 kam es dann zum absoluten Durchbruch. Die ikonische Jeansjacke Loco Jacket (Zu deutsch: Verrückte Jacke) wurde auf den Markt gebracht. Auch diese war zunächst Arbeitsbekleidung und zwar für die Arbeiter der Eisenbahngesellschaften.

Im Anschluss daran kam die nächste Textil- Revolution auf den Markt. Der Reißverschluss wurde in der Arbeitskleidung verwendet. Damit war Lee das erste Bekleidungsunternehmen, das Reißverschlüsse in der Textilindustrie für Arbeitsbekleidung einsetzte. Besonders bei Overalls und Jeansjacken waren die Reißverschlüsse gefragt.

Kurze Zeit später manifestierte sich der Spitzname „Whizit Bib“, weil die Reißverschlüsse beim Öffnen und Schließen dieses Geräusch machten. Die Menschen damals kannten das Geräusch noch nicht und so hatten sie riesengroßen Spaß mit den Reißverschlüssen.

Im Jahr 1926 folgte der nächste erfolgreiche Schritt für Lee Jeans. Sie wurden zum ersten Anbieter von Cowboy Jeans, die einen Reißverschluss mitbrachten. Bis dahin wurden Cowboy Jeans immer geknöpft. Oft stand der Hosenstall so offen, was sich durch die Benutzung des Reißverschlusses ändern sollte. Die ikonische Lee 101 Z. ist noch heute auf dem Markt zu finden und ist eine der erfolgreichsten Herrenjeans überhaupt.

1928 stirbt der Unternehmensgründer Henry David Lee überraschend an einem Herzinfarkt. Die Firma ist führungslos. Allerdings nur kurz, denn der Ehemann von H. D. Lee’s Nichte, Leonard C. Staples, übernimmt das Unternehmen.

The Jeans that Built America

Ab 1930 geht der bekannte Slogan ins Rennen, mit dem Lee Jeans noch heute ab und zu wirbt: The Jeans that Built America. Es geht immer weiter bergauf für die H.D. Lee Mercantile Company. Schnell avancieren sie zum bekannten Modeunternehmen, das nicht nur Arbeiterkleidung herstellt, sondern auch gern so getragen wird.

1935 entwickelt Lee das weltberühmte Jeansjacken- Modell RiderStorm Rider Jacket und brachte es auf den Markt. Der Anklang war riesengroß und auch heute gibt es das originale Modell noch in leicht abgewandelter Form.

1936 brachte Lee Jeans noch eine andere Neuheit auf den Markt. Das Leder- Label als Erkennungsmerkmal wurde herausgebracht. Da Lee mittlerweile eine bekannte Marke geworden ist, mussten sie sich von anderen Herstellern abheben. So kreierten sie ein Hair- on- hide Leather Label.

Es war aus braunem Leder gemacht, das mit Haaren besetzt war. Dafür wurde ein Stück behaarte Kuhhaut benutzt. Dort hinein wurde das Firmen- Logo „Lee“ mit einem heißen Eisen gebrannt, sodass die Haare den Namen umschlossen und ihn so bildeten. Diese Technik war bis zu dem Zeitpunkt neu auf dem Markt und bekam somit viel Beachtung.

Ab 1937 war die H.D. Lee Mercantile Company der größte Hersteller von Arbeitskleidung in den USA. Aber auch sonst konnten sie sich auf dem Textilmarkt platzieren. Sie stellten nicht mehr nur Arbeiterkleidung her, sondern auch modische Jeanshosen für Männer und Jeansjacken, die gleichermaßen beliebt waren. Das robuste, hochwertige Material und die Verwendung von Reißverschlüssen machten die Kleidungsstücke von Lee sehr beliebt.

1943 bekommt das Unternehmen einen neuen Namen. Aus der H.D. Lee Mercantile Company wird die H.D. Lee Company. Dazu gab es noch eine Neuerung bei den Gesäßtaschen, die den Wiedererkennungswert der Jeanshosen steigern sollte.

Das sogenannte Lazy S wurde geboren. Es gilt bis heute als wichtigstes Erkennungsmerkmal der Marke Lee. Das Lazy S befindet sich auf den hinteren Gesäßtaschen und macht einen gemütlichen Bogen auf diesen.
1948 kommt der nächste große Meilenstein. Als erster Anbieter überhaupt führt Lee eine eigenständige Damenkollektion ein, die sich nur mit dem Thema Jeans beschäftigt. Bis dahin wurde Denim nur in Form von Arbeiterkleidung und als Jeanshosen und Jeansjacken für Männer eingesetzt.

Ab 1949 war diese Damenkollektion in den Läden zu bekommen und revolutionierte die Jeans- Branche. Die Frauen der damaligen Zeit waren zuerst skeptisch, da sie nur Röcke und Kleider gewöhnt waren, fanden aber bald Gefallen an den Jeanshosen. Sie waren praktisch, machten jede Bewegung mit und sahen trotz allem schick aus.

Die anfängliche Scheuheit der Damen gegenüber des Denims legte sich aber schnell, als Marilyn Monroe genauso zum robusten Denim griff. Die Kinofilme sorgten für den Triumph der Jeanshose. Sie war nicht mehr nur Gebrauchsmittel oder Arbeitsbekleidung, sondern wurde ein großer Teil der Popkultur.

cowgirl cowboystiefel jeanshose shirtStars wie James Dean und Marlon Brando wurden in ihren Lee Jeanshosen unsterblich. Genauso auch Marilyn Monroe, die mit als erste Frau auf Jeanshosen setzte, weil sie sie einfach bequem fand. Wahrscheinlich verstand sie damals die Bedeutung ihrer Handlung nicht unbedingt, sie revolutionierte aber trotzdem die Denim Branche, nur indem sie auf Jeanshosen für Damen zurückgriff.

Ein paar Jahre später, 1969, schloss sich die H.D. Lee Company der VF Corporation an. VF Corporation ist heute eine der größten Bekleidungsfirmen der Welt und weltweiter Marktführer bei den Jeanshosen, Arbeitsbekleidung und Rucksäcken. Auch Wäsche ist im Angebot. Der Sitz der Corporation befindet sich im amerikanischen Greensboro. Labels wie Wrangler, Rustler, Eastpack, Chic, H.I.S., The North Face, Gitano, Nautica, 7 for all mankind, Timberland und viele mehr gehören zur VF Corporation.

Welchen Stil hat Lee Jeans?

Der Stil der Kollektionen von Lee kann ganz unterschiedlich ausfallen. Dabei kommt es auf die Kontinente an, in denen Lee vertrieben werden. So ist das Publikum für Lee Jeans in Asien, Europa und Australien recht jung. Es wurden Flagship Stores errichtet, in denen das junge Publikum direkt angesprochen wird.

In Nord- und Mittelamerika hingegen kaufen eher konservative Käufer die Marke Lee. Hier sind die Looks ein wenig anders. Sie sehen eher zurückhaltend, dezent und vor allem klassischer gestaltet aus. Außerdem gibt es keinen Vertrieb über die Flagship Stores, sondern über große Warenhausketten, die Standart- Modelle für jeden anbieten.

Nur ganz wenige Modelle werden weltweit angeboten, sodass ihr, wenn ihr im Urlaub seid und dort eine Lee Jeans seht und sie euch gefällt, sie definitiv kaufen solltet. Es könnte sonst sein, dass ihr sie in eurem Heimatort nicht mehr bekommt.

Generell vertreibt Lee viele unterschiedliche Jeanshosen- Modelle, aber auch andere Hosen, Oberbekleidung, Jacken und Accessoires und das für Männer und Frauen. Bei den Damen gibt es Skinny Jeans, Super Skinny Jeans, Straight Leg Jeans, Bootcut Jeans, Slim Jeans und Relaxed Jeans in verschiedenen Passformen und Schnitten.

Die bekanntesten und beliebtesten Modelle zeigen sich in Jodee (Super Skinny Jeans), Scarlett (Skinny Regular und Skinny High Waist), Hoxie (Bootcut Jeans), Elly (Slim Fit Jeans), Marion (Regular Fit), Mom (Relaxed Fit) und Body Optix® (Premium Jeans).

Bei den Herren- Modellen gibt es ebenfalls viele unterschiedliche Schnitte. Skinny Jeans, Slim Fit Jeans, Regular Fit Jeans und Relaxed Fit Jeans warten auf euch. Bei den Herren sind besonders die Modelle Malone (Skinny Jeans), Luke (Slim Tapered Jeans), Rider (Slim Fit Jeans), Daren (Regular Fit), Arvin (Regular Tapered), Brooklyn (Straight Leg Jeans), Morton (Relaxed Fit) und Lee® 101 (Premium Denim) angesagt.

Neben den angesagten Jeanshosen gibt es aber auch andere Trend- Teile, auf die ihr nicht verzichten dürft. So gibt es Jeansjacken in vielen verschiedenen Modellen, Shorts, Jeanshemden, Pullover, aber auch Strickware, T-Shirts, Kleider, Röcke und Latzhosen, Jacken und Hemden, Hosen und Chinos – und das für Männer und Frauen.

Die Auswahl ist riesengroß. Dabei orientiert sich Lee an den Trends in Europa. Hier sind die Kollektionen aufregend, spannend und cool gestaltet. Langeweile kommt nicht auf, denn die Designs wechseln immer wieder und die Kollektionen sind dem Zeitgeist der aktuellen Mode angepasst.

Die Modelle zeigen sich oft eng anliegend, aber auch manchmal bewusst weiter. High Waist Modelle gibt es genauso wie Low Waist Looks. Darüber hinaus können sie mit verschiedenen Blautönen und Waschungen punkten.

So gibt es spannende Waschungen wie Blue Drop, Used Way und Polished Indigo, aber auch Pitch und Off White Denims. Schwarze Jeanshosen werden genauso gesichtet wie graue und weiße Denim- Teile. Colored Denim oder wilde Muster gibt es bei den Jeanshosen aber nicht.

Es gibt viele verschiedene Namen für Bleached Denim bei Lee und alle sehen anders aus. Polar ist sehr helles Blau mit dunkleren Nähten, Get Light arbeitet mit noch helleren Used Look stellen beim hellen Blau und Light Jay ist ein eher mittleres Hellblau, das mit hellen Stellen am Oberschenkel überzeugt.

Bei den anderen Kleidungsstücken wie T-Shirts, Jacken und Hemden geht es eher dezent zu. So gibt es Karomuster, ein paar Verzierungen, genauso sind große Logos auf der Brust oder Streifen zu sehen. Alle Oberteile passen zu den Jeanshosen und so könnt ihr euch von Kopf bis Fuß bei Lee einkleiden.

bajo cowboy jeanshose lee

Was ist typisch für Lee Jeans?

Das Denim Label Lee ist stolz darauf, dass ihre Kleidungsstücke eine lange Lebensdauer haben und von guter Qualität sind. Daneben gibt es Wiedererkennungsmerkmale, die jede Lee Jeans vorweisen kann.
So haben wir euch schon auf das Lazy S und das eingeprägte Lee- Logo in die behaarte Kuhhaut aufmerksam gemacht. Allerdings gibt es mittlerweile auch normale Präge- Logos von Lee, die nicht mit behaarter Haut von sich überzeugen.

Dazu gibt es ein eigenes Branding, was für Lee steht. So gibt es besondere Nähte und eine fünfte kleine Tasche, die sogenannte Coin Pocket, die jede Lee Jeanshose hat. Auf der Rückseite gibt es einen kleinen Lee Aufnäher, sowie der Lee- Brand, den wir euch oben schon beschrieben haben. Die Taschennähte sind außerdem besonders, indem sie mit einem Cross Stitch genäht wurden. Das hat nicht nur einen Wiedererkennungswert, sondern auch eine erhöhte Haltbarkeit. Selbst wenn ihr an der Hosentasche reißt, wird sie nicht abgehen.

Ganz allgemein sind sich Lee in ihrem Stil treu geblieben. Von Anfang an haben sie Arbeitsbekleidung hergestellt und diesen Look wollten sie auch nie vernachlässigen. Der Stil der Arbeiterkleidung haftet Lee noch immer an, aber auf eine gute Art und Weise. So sind die Designs reduziert, trotzdem schick und stylisch. Dazu gibt es einen lässigen Cowboy- Stil, der in jeder Saison ein bisschen abgewandelt wird, um immer wieder neue Designs zu kreieren.

In den 60iger Jahren hat sich das Modell „Lee Rider 101 Z“ etabliert. Es handelte sich dabei um eine schmal geschnittene Jeanshose für Herren, die auch nicht als Damenjeans aufgelegt wurde. Auf Basis der alten Jeans von damals wurden immer wieder neue Jeanshosen aufgelegt.

Sie alle haben die Ziffernfolge 101 und sind oft aufwendig verarbeitet. Sie gehören zum Premium Jeans- Segment bei Lee. Heute sind die Herrenjeans mit der 101 aus hochwertigen Baumwollstoffen, haben farbige Nähte und besitzen eine erweitere Ausstattung. Die 101 kennzeichnet also nicht mehr den Schnitt, sondern die Besonderheit der Jeanshose, die hochpreisig angesetzt ist.

Die Tradition, an der Lee festhält, geht bis auf die Anfänge zurück und das ist es, was Lee ausmacht. Aus keinen anderen Grund wird die 101 Z immer wieder in den Vordergrund gerückt und neue Modelle erscheinen als Premium Jeans. Mit Lee Jeans könnt ihr noch lange Zeit rechnen.

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