Man nehme eine Stadt an der französischen Mittelmeerküste, 2 Auswanderer und eine so simple wie geniale Idee – und schon kommt man auf die Spur des wohl bekanntesten Kleidungsstück der Welt. Jeder kennt sie, jeder hat sie. Die Jeans. Trotz ihrer fast 140-jährigen Geschichte hat sie bisher nichts an Aktualität und Interesse eingebüßt. Abgesehen von ein paar Veränderung mal hier, mal da, wird sie geliebt, so wie sie ist.

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Mariocopa / pixelio.de

Die Erfindung der Jeans

Bei der Enststehung des Beinkleides waren Löb Strauss aus Buttenheim bei Bamberg und Jacob Davis aus Riga beteiligt. Ersterer ist besser bekannt als Levi Strauss, der mit 16 Jahren nach Amerika kam und einige Jahre später seinen ersten Kurzwarenladen in San Francisco eröffnete. Bald entdeckte er, dass die Hosen der vielen der Goldgräber, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien stürmten, nicht robust genug für die Arbeit in den Minen waren. Er kam auf die Idee aus festem Segeltuch Hosen herstellen zu lassen. Etwas zur gleichen Zeit kam der aus Lettland nach Amerika eingewanderte Schneider Jacob Davis auf die Idee, die Nähte der Hosen mit Nieten zu verstärken. Er wandte sich an Strauss und gemeinsam stellten sie robuste Hosen her, die sie 1873 zum Patent angemeldet haben. Etwas später wurde der Segelstoff durch blauen Denim-Stoff ersetzt. Denim wurde seit dem 15. Jahrhundert in Nimes hergestellt, wovon sich aus sein Name „de Nimes“ (aus Nimes) ableitet. Mehr dazugibt es auch bei http://www.front-mode.com/.

Eine Hose für alle Fälle

Getragen wurde die Hose zunächst von Goldgräbern, Bauern und Soldaten. Die Jeans war also zunächst eine Arbeiterhose, die dann in den 1960er Jahren zum Symbol des Protests gegen eine autoritäre Gesellschaft wurde und heute als ein modischer Allrounder gilt. In ihrer Laufbahn hat die Jeans einige äußerliche Veränderungen angenommen und ist stets mit der Zeit gegangen. Es gibt sie mit Schlag oder in Röhrenform, ausgewaschen oder mit Bügelfalte, in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Accessoires. Vermutlich ist es gerade ihre Wandelbarkeit gepaart mit einer unerschütterlichen Standfestigkeit, die die Jeans so beliebt macht.